Geschichte

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Das Haus wurde ursprünglich von den Brüdern Josef, Martin und Erhard Hackl erbaut. Sie hatten keine Nachkommen. Am 19. November heirateten meine Großeltern Josef Plattner und Anna Maria Schmid in dieses Haus ein. Aus dieser Ehe stammen sieben Kinder. Eines davon, das vierte Kind, war mein Vater Sebastian Plattner geb. am 14. April 1925. Dieser heiratete am 31. Mai 1955 meine Mutter Cäcillia Theresia Mair geb. am 25. Mai 1935. Mein Vater übernahm dann den Bauernhof von seinen Eltern, der damals schon als Pension geführt wurde. Im Sommer zog die Familie immer in die kleinen Kammern unter dem Dach, damit die drei großen Kammern an die Sommerfrischler (wie die Gäste damals genannt wurden – man fuhr auf Sommerfrische, nicht in den Urlaub) vermietet werden konnten. Mit der Zeit wurde aus der Pension Plattner “Gasthof-Pension-Plattner”.

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Das Haus wurde als Familienbetrieb geführt. Außer meinen Eltern lebten noch die Großeltern und sein Onkel in diesem Haus der auch in der Gaststube mitarbeitete. In den Jahren von 1955 bis 1964 erblickten meine fünf Schwestern und ich das Licht der Welt (meine Schwester Annemarie starb im Alter von 8 Jahren). Auf Grund der großen Nachfrage mussten einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Im Jahre 1961 musste schweren Herzens ein Teil der bei den Gästen sehr beliebten Liegewiese geopfert werden. Es wurde ein Speisesaal mit darüberliegenden Gästezimmern angebaut. Die Zimmer hatten fließend Kalt- und Warmwasser und Zentralheizung. Es war nun Platz für mehr Gäste und es gab viel Arbeit, da neben der Gastwirtschaft auch noch die Arbeit im Stall und auf den Feldern bewältigt werden musste. So mussten auch wir Kinder schon früh mithelfen wo wir konnten.

 

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Manchmal haben uns auch die Gäste bei der Arbeit am Feld geholfen oder begleiteten uns beim Almauftrieb. (Heute nennt man das Urlaub am Bauernhof). Das war für uns Kinder eine willkommene Abwechslung. Da unser Haus immer sehr gut ausgebucht war, und auch unsere gutbürgerliche Küche von den Gästen aus der Umgebung sehr geschätzt wurde, mussten weitere Um- und Anbauten vorgenommen werden. So wurden 1971 Stall und Stadel, die am Haus angebaut waren, abgerissen und als eigenes Gebäude neu errichtet werden. Am Haus wurden Kühl- und Lagerräume angebaut, die Küche vergrößert und einige Zimmer mit Dusche und WC errichtet. 1973 im Sommer war der Anbau bezugsfertig und während der Saison schon bestens ausgelastet. Mit viel Fleiß und Mühe haben unsere Eltern ein Haus geschaffen, in dem sich der Gast wohlfühlen und erholen kann.

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1986 habe ich den wirtschaftlich guten Betrieb von meinen Eltern übernommen und führe ihn seither mit Hilfe meiner Mutter und meiner Nichte weiter. Bauliche Veränderungen stehen immer wieder an, die von unseren Stammgästen meistens positiv beurteilt werden.

Unser Haus war und ist, seiner Umgebung gemäß ein Haus für den erholungssuchenden Gast. Spazierwege rund ums Dorf und am Bach entlang – für den Naturgenießer. Wanderungen auf gut begehbaren Wegen zu den drei Almen (Tumpner Alm, Gehsteigalm und Armelenhütte) für den, den es in die Berge zieht. Badesee, Piburger See, Schwimmbad, Kneippanlage, Tennisplätze, Ötzidorf sowie Radwege für Aktivurlauber sind in der näheren Umgebung leicht erreichbar. Ab und zu etwas Tradition, Platzkonzerte, Festlichkeiten, usw… Also für jeden etwas. Da unser Haus nicht an der Straße liegt, ist es auch der ideale Ort für Familien mit Kindern. Wir freuen uns über jeden Gast und hoffen, dass wir unseren Gästen weiterhin das Gefühl vermitteln können Urlaub bei Freunden zu machen.

Familie Plattner

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